Selig, die keine Gewalt anwenden... PDF Drucken E-Mail

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...denn sie werden das Land erben!

Niemals wird es gelingen, mit Hilfe von Gewalt Frieden zu schaffen. Sondern es sind immer nur der eigene Friede und die eigene Friedfertigkeit, die Friedfertigkeit an sich binden werden. Und so ist es eure Gewaltlosigkeit, die euch reich machen wird, die euch in einen Rahmen der Gewaltlosikeit bringen wird; - und das ist das Land Gottes...

Gewalt ist immer ein Ausdruck der Angst. Und solange ihr euch in der Dualität aufhaltet, seid ihr auch mit eurer Angst konfrontiert und müßt Gewalt ausüben. Gewalt an sich ist nichts, was negativ zu beurteilen ist. Gewalt IST einfach. Gewalt ist ein Impuls in euch, so wie Aggressionen und Wut und alle Regungen auf der Seite des einen Pols innerhalb der Polarität dem Phänomen der Gewalt zugeordnet werden können. Solange ihr in eurer Dualität lebt, müßt ihr diese Teile bejahen.

Ihr findet keinen Weg aus der Dualiutät heraus, indem ihr euch zwingt, ohne Gewalt zu sein. Denn indem ihr euch ZWINGT, keine Gewalt auszuüben, oder diese Regungen in euch unterbindet, tut ihr euch wiederum Gewalt an!

Ihr könnt immer nur mit dem Fluß der Energie fließen, und das ist vollkommen in Ordnung so. Ich habe niemals beabsichtigt, euch zu sagen, daß ihr, wenn ihr Gewalt fühlt und ausübt, verurteilt werdet. Jedoch geht es darum, dass ihr zum einen gewalttätige Anteile in euch tragt, die auch gelebt werden müssen, dass ihr aber auch andere Anteile in euch tragt. Und je weniger ihr euch mit irgendwelchen dieser Anteile identifiziert, zum Beispiel also auch mit den Gewaltanteilen, umso weniger werdet ihr zum Opfer eurer eigenen Gewalt; umso mehr lernt ihr, euch in eurer Vielfältigkeit und Farbigkeit zu sehen und darin, dass ihr mehrere Impulse in euch gleichzeitig spürt.

Grundsätzlich ist es so, dass die gewaltfreien Anteile in euch, die friedfertigen Anteile in euch euch ins Licht führen werden; aber nicht, indem ihr gewaltsam Gewalt unterdrückt, sondern indem ihr lernt, auch die gewalttätigen, ängstlichen Anteile in euch zu sehen, zu bejahen und auch zu lieben, - zu leben, und dadurch irgendwann mit euch in Harmonie und in Frieden zu kommen. Ihr könnt nur inneren Frieden finden, wenn ihr alle Anteile, die zu euch gehören, und dazu gehört auch die Gewalt, seht, bejaht und annehmt. Und dann wird sich die Gewichtigkeit dieser Gewaltanteile in euch auflösen.

Die Gewalt und Gewaltausdrucksformen sind über lange Zeit sehr schwerwiegende Energieformen gewesen und haben schwerwiegende, zerstörerische, gewalttätige Konsequenzen im Äußeren erzeugt, weil ihr immer versucht habt, die Gewalt in euch zu unterdrücken, in euch zu verurteilen. Das, was ihr an euch selbst nicht sehen wolltet, habt ihr dann an anderen verurteilt und unterdrückt mit Hilfe eurer eigenen Gewalt.

Also noch einmal anders ausgedrückt: die Gewalt an anderen, die ihr über lange Zeit verurteilt habt und noch immer verurteilt, habt ihr mit Gewalt verurteilt, und ihr habt damit nichts anderes getan als diejenigen, die ihr verurteilt habt. Insofern hättet ihr euch als die Richter im Gerichtssaal auch immer gleichzeitig auf die Angeklagtenbank setzen müssen, um ausgleichende Gerechtigkeit zu schaffen. Macht euch das bewusst. Ihr habt noch niemals wirklich aus Liebe gehandelt, indem ihr gerichtet habt.

Alle Gewalt und aller Frieden fängt in euch selbst an und hört in euch selbst auf.

Zitiert aus dem Buch "Sananda - Ihr seid das Licht der Welt"
 von Simone Crämer, erschienen im Smaragd Verlag